Kann man sein Geld noch Banken anvertrauen?

Kommen wir zu meinem ersten Beitrag. Die Frage ist: kann man sein Geld noch Banken anvertrauen?

Neulich habe ich einen Bericht gelesen, in dem gefragt wurde, was heute und in Zukunft noch eine sichere Geldanlage sei. Unter anderem wurde dabei behauptet, dass Banksparpläne, das Sparbuch und natürlich Festgeld- und Tagesgeldkonten ja sehr sicher seien, denn es gibt ja schließlich eine super deutsche Einlagensicherung!

Ist die deutsche Einlagensicherung wirklich sicher?

Es gibt eine EU weite gesetzliche geregelte Einlagensicherung von 100.000 Euro je Konto, was vom Betrag her für 98% aller Bundesbürger wohl ausreichend ist. Die meisten deutschen Banken gehören dem deutschen Einlagensicherungssystem an, was meist sogar noch höhere Deckungssummen pro Konto verspricht.

Das Einlagensicherungssystem ist darauf ausgelegt, dass Einlagen von Kunden, also das Bankguthaben, ersetzt werden können, falls EINE Bank mal Pleite geht. Dabei wird auch nicht der Fall abgesichert, dass eine der zehn größten Banken Deutschlands Pleite geht, sondern nur eine unbedeutendere Bank. Das wird im Sprachgebrauch der Finanzkrise gern mit „Nicht Systemrelevant“ bezeichnet. Nur dann kann man davon ausgehen, dass die Einlagensicherung dem Kontoinhaber bei dieser Pleitebank dann das Geld vollständig ersetzt.

Aber was passiert bei einer Pleite von systemrelevanten Banken?

Dann wird der gesamte Finanzsektor ins Trudeln geraten, man wird alles tun um die Auswirkungen so klein wie möglich zu halten und deshalb wird man auch den schwächsten im Machtgefüge unfair behandeln: den Sparer. Das Beispiel der Rettung der zyprischen Banken hat mir vor Augen geführt, wie wenig man Politikern trauen kann und wie schnell Gesetze gebrochen oder umgangen werden können. Bei der Rettung der zyprischen Banken wollten die Politiker allen ernstes von ALLEN Sparern eine Abgabe von 6% auf ALLE Guthaben als Sondersteuer kassieren. Egal, ob das Geld auf dem Konto nur zwischengeparkt war, weil man damit schon etwas gekauft hatte, oder es sich um die Altersvorsorge handelte. Egal.
Welch unvorstellbare Dreistigkeit Politiker entwickeln können. Vor allem wenn man sieht, dass Bankguthaben vor der Einfrierung von Guthaben abgezogen worden sind. Nämlich von Freunden und Verwandten der Politiker!

Ist Zypern jetzt ein Sonderfall?

Ganz sicher nicht. Der Umgang mit der auch in Zypern geltenden Einlagensicherung sollte uns allen ein Lehrbeispiel dafür sein, wie es im Ernstfall auch bei uns läuft. Da wird einfach eine Sondersteuer über Nacht aus dem Hut gezaubert und gesagt, die Bank ist ja nicht Pleite, also greift die Einlagensicherung nicht! Wow, da fühlt man sich doch gleich viel besser! Die Bank ist also nicht Pleite, aber mein Geld ist trotzdem weg. Super!

Was ist also noch sicher?

Weil Politiker lieber jederzeit Zugriff auf die Guthaben ihrer Bevölkerung haben wollen wird Gold in den Medien immer als „Relikt aus vergangenen Zeiten “ bezeichnet. Ist es aber auch, nämlich aus den Zeiten, wo man das Geld und die Rechte der Menschen noch respektiert hat und wo Banken nicht unkontrolliert und zügellos Russisch Roulette an den Finanzmärkten spielen konnten! Deshalb sollte man einen Teil von seinem Geld in Gold und Silber anlegen und es zu Hause verwahren. Weiterhin sollte man sich am Beispiel Zypern orientieren und immer auch eine größere Summe Bargeld zu Hause sicher versteckt aufbewahren. Denn in Zypern konnten die Kunden wochenlang nicht an ihr Geld bzw. nur wenig Geld abholen.

Wer größere Summen anlegen möchte und eine eigene Immobilien besitzt und nicht weitere haben möchte, weil er den Ärger mit Mietern scheut, der kommt meiner Meinung nach nicht an Aktien oder Aktienfonds vorbei. Warum? Weil Anteile an Aktien und Aktienfonds, die bei Banken aufbewahrt werden, im Falle eine Insolvenz der Bank nicht in die Insolvenzmasse fallen. Somit bleibt man immer noch im Besitz des Gegenwertes der Aktien oder der Aktienfonds.

Dabei gibt es bei Aktienfonds natürlich eine Vielzahl an verschiedenen Formen. Ob nun reine Aktienfonds, Branchenfonds oder Dachfonds für einen Selbst das richtige ist, muss jeder für sich herausfinden. Hier findet man mehr Informationen über die gebräuchlichsten Geldanlagen. Auf geld-anlegen.eu kann man sich informieren oder eine Beratung anfordern. Denn die richtige Auswahl der Aktienfonds, die zu einem passen ist ein ganz wichtiger Punkt. Dabei ist das persönliche Risikoprofil wichtig.

Von Staatsanleihen sollte man ganz die Finger lassen, hier hat man am Beispiel Griechenland gesehen, was damit passieren kann. Bei 30% des Nennwertes wurden die Anleihen ausgetauscht. Man hatte also 70% Verlust zu realisieren, wenn man zum Nominalwert gekauft hatte.